Producer vergleicht Distributoren am Laptop im Home Studio, Monitor mit Streaming-Analyse im Hintergrund

Musikvertrieb 2026 im Vergleich: DistroKid, Tunecore, CD Baby & Co.

Welcher Distributor passt zu deinem Release? DistroKid, Tunecore, CD Baby, Symphonic & Indify im direkten Vergleich 2026: Preise, Splits, Features.

DistroKid schreit „$23 flat-rate", Tunecore schreit „you keep 100%" — und am Ende zahlst du mit Content-ID-Splits, Royalty-Hold-Windows oder zurückgehaltenen Publishing-Shares, die keiner auf der Landing Page nennt.

Du hast einen Song fertig, die Master-Datei liegt vor, und jetzt stellt sich die Frage, die bei jedem Artist irgendwann kommt: Welcher Distributor passt zu mir? Nicht zum Label, nicht zur Plattform — zu dir, deiner Release-Frequenz und deinem Geschäftsmodell.

Das Problem ist nicht der Mangel an Distributoren. Das Problem ist: Jeder bewirbt sich mit einem anderen Preismodell, und die Kosten-Transparenz endet meist bei der Landing Page. Was passiert mit deinen Content-ID-Einnahmen? Wie lange warten deine Royalties auf Auszahlung? Verlierst du Publishing-Daten, die später wertvoll werden?

Dieser Artikel vergleicht die 6 wichtigsten Distributoren 2026 — nicht mit Marketing-Fluff, sondern mit echten Rechenbeispielen, versteckten Kosten und einem Entscheidungs-Flow, der die Frage beantwortet: Welcher passt zu deiner Release-Strategie?

</li><li>Vergleichstabelle: Preise, Splits, Content-ID, Auszahlzeit</li><li>Versteckte Kosten: Publishing-Admin, Royalty-Holds, YouTube-Splits</li><li>Entscheidungs-Flow: Welcher Distributor passt zu welchem Release-Typ</li><li>Wechseln statt bleiben: Wann sich ein Provider-Switch lohnt</li><li>FAQ</li></ol>


Was ein Musikvertrieb 2026 wirklich leistet (und was nicht)

Ein Musikvertrieb (engl. Music Distributor) ist das Brückenglied zwischen dir und den Streaming-Plattformen — Spotify, Apple Music, YouTube Music, Amazon Music, TikTok und noch 80+ weitere.

Mit connactz hast du Release-Kalender + Splits + Payout-Tracking an einem Ort — statt Distributor-Dashboards, Spreadsheets und WhatsApp-Chaos.

Bonus: Häufig merkst du erst nach 3 Releases, welcher Distributor wirklich zu dir passt. Das ist normal. Nutze unsere Distributor-Entscheidungsmatrix — ein Excel-Sheet mit Kostenkalkulationen für dein Setup:

Distributor-Entscheidungsmatrix laden

Das leistet jeder Distributor:

  • Upload zu Streaming-Plattformen: Dein Master landet auf Spotify, Apple, etc. Das machst du nicht selbst.

  • Metadaten-Verwaltung: Song-Titel, Artist-Name, Genre, Artwork — alles wird standardisiert und an die Plattformen gesendet.

  • Royalty-Tracking: Der Distributor sammelt die Streaming-Royalties ein und zahlt dir aus.

  • ISRC/ISWC-Codierung: Internationale Standard-Codes für Sound Recording (ISRC) und Werk (ISWC) werden vergeben.

Das leistet nicht jeder Distributor (Achtung, versteckte Kosten!):

  • Content-ID-Management: Manche behalten einen Prozentsatz der YouTube-Einnahmen ein.

  • Publishing-Administration: Die Verwaltung deiner Kompositions-Tantiemen (unterschiedlich von Sound-Recording-Royalties) ist oft extra.

  • Schnelle Auszahlungen: Manche halten Royalties 90 Tage ein, manche zahlen monatlich aus.

  • Customer Support: Nicht alle haben echte Support-Kanäle. Viele nur Email.


Preismodelle: Flat-Rate vs. Revenue-Share vs. Hybrid

Es gibt drei Preismodelle im Musikvertrieb 2026:

1. Flat-Rate (du bezahlst eine Gebühr pro Jahr/Release)

Beispiel: DistroKid kostet ca. $23–35 pro Jahr für unlimited Uploads. Du zahlst einmalig, behältst 100% der Royalties. Klingt gut, bis du 20 Releases pro Jahr hochlädst und merkst, dass jede Upload-Änderung extra kosten könnte, oder der Content-ID-Split nicht transparent ist.

2. Revenue-Share (der Distributor nimmt einen % der Royalties)

Beispiel: CD Baby nimmt 9% der Streaming-Royalties, dafür ist die Gebühr einmalig (~$10 pro Release) und niedrig. Bei einem Song, der $100/Monat verdient, zahlst du $9 Monatsverlust — aber CD Baby bietet dafür stärkere Publishing-Administration.

3. Hybrid (Kombination aus Flat-Rate + Revenue-Share bei bestimmten Features)

Beispiel: Amuse hat eine Free-Tier (kostenlos) und eine Paid-Tier (ca. $24/Jahr) mit erweiterten Features wie schnellere Auszahlung. Revenue-Share kommt nur für spezielle Services.

Die Wahrheit: Die billigste Variante ist nicht automatisch die beste. Ein Distributor, der 9% nimmt, aber deine Publishing-Daten korrekt an die GEMA sendet, kann langfristig rentabler sein als einer, der 0% nimmt, aber keine Publishing-Admin anbietet.


Die 6 Distributoren im Head-to-Head

DistroKid: Der Schnelle

Preismodell: Flat-Rate + Per-Feature-Gebühren

Kosten 2026: ca. $23,99/Jahr (annual) oder $2,99/Monat für unbegrenzte Veröffentlichungen

Was du bekommen:

  • Uploads zu 150+ DSPs (Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music, Deezer)

  • 100% Revenue-Share bei Streaming-Royalties

  • Instant Upload (dein Song ist oft in 1–2 Stunden live)

  • Für Artists: Splits (Revenue-Sharing mit Band-Mitgliedern)

  • YouTube Content-ID eingebunden (für YouTube-Monetarisierung deiner Musik online)

Die versteckten Kosten:

  • Content-ID-Fee extra: DistroKid bietet Content-ID für YouTube, aber es gibt Berichte über Gebühren oder Splits beim US-Markt.

  • HyperFollow (Pre-Save-Tool): Extra $15/Monat, wenn du Pre-Saves wirklich institutionalisieren willst.

  • Publishing-Admin: Nicht enthalten. Du musst dich selbst bei der GEMA anmelden.

Sweet Spot: Bands und Solo-Artists mit hoher Release-Frequenz (10+/Jahr) und schnell-Mentalität. Die Speed und Splits machen DistroKid hier zum Favoriten.

Rechenbeispiel (10 Releases/Jahr): DistroKid kostet ~$24/Jahr. Tunecore würde ~$100/Jahr kosten (10 × $9,99 für Singles). Vorteil DistroKid: $76 Ersparnis pro Jahr.


Tunecore: Der Transparente

Preismodell: Gebühr pro Release

Kosten 2026: ca. $9,99/Single/Jahr, $49,99/Album/Jahr, $14,99/EP/Jahr

Was du bekommen:

  • Uploads zu 150+ DSPs

  • 100% Revenue-Share (du behältst alle Streaming-Royalties)

  • Publishing-Administration (Kompositions-Tantiemen werden an Verwertungsgesellschaften gesendet)

  • Detailliertes Reporting im Web-Dashboard

Die versteckten Kosten:

  • Pro Release teurer: Bei 20 Releases pro Jahr zahlst du schnell $200+.

  • Keine Splits: Wenn du Tantiemen mit Band-Mitgliedern teilen willst, musst du dich selbst kümmern.

Sweet Spot: Artists mit &lt;5 Releases/Jahr, die Wert auf Publishing-Verwaltung legen und die GEMA-Integration schätzen.

Rechenbeispiel (3 Releases/Jahr, alle Singles): Tunecore kostet ca. $30/Jahr. DistroKid kostet $24. Der Unterschied ist klein, aber Tunecore hat Built-in Publishing-Admin.


CD Baby: Der Publishing-Experte

Preismodell: Einmalige Gebühr pro Release + 9% Revenue-Share

Kosten 2026: ca. $9,95–$29 (einmalig pro Release) + 9% der Streaming-Royalties

Was du bekommen:

  • Uploads zu 150+ DSPs

  • Starke Publishing-Administration: CD Baby registriert deine Werke automatisch bei Verwertungsgesellschaften weltweit.

  • ISWC/ISRC automatisch vergeben

  • Zugang zu CD Baby Mastered (eigenständige Servive für Mastering)

  • Detailliertes Artist-Dashboard

Die versteckten Kosten:

  • 9% verlieren bei jeder Auszahlung: Wenn dein Song $100/Monat verdient, zahlst du $9 Monatsverlust. Über ein Jahr: $108 Verlust.

  • Einmalige Gebühr pro Release: Das addiert sich bei vielen Releases.

Sweet Spot: Publisher-fokussierte Artists (Composer, Soundtrack-Künstler) und Bands, die internationale Tantiemen ernst nehmen und nicht selbst bei der GEMA registrieren wollen.

Rechenbeispiel (1 Album, $500/Monat Streaming): CD Baby: $29 einmalig + $45/Monat (9%) = $29 + $540/Jahr = $569/Jahr. DistroKid: $24/Jahr, aber keine Publishing-Admin. Für einen Kompositor ist CD Babys Publishing-Service die $500+ extra wert.


Symphonic Distribution: Der Genre-Spezialist

Preismodell: Revenue-Share (15%) + Pro-Service

Kosten 2026: ca. 15% Revenue-Share, kein Setup-Gebühren

Was du bekommen:

  • Uploads zu 150+ DSPs (digitaler Musikvertrieb auf allen großen Plattformen)

  • Partner-Integration mit Chartmetric (Analytics-Tool für die Musikindustrie)

  • Genre-Fokus: Symphonic ist stark in Electronic, Latin, Hip-Hop und Indie-Rock. Spezial-Unterstützung für Dance-Musik auf Beatport (wichtige Plattform für Electronic Distributor).

  • Artist-Relations Team (echte Menschen, nicht nur Support-Bots)

Die versteckten Kosten:

  • 15% ist hoch: Für $1000/Monat Streaming verlierst du $150/Monat = $1800/Jahr.

  • Genre-Lock: Symphonic ist spezialisiert, nicht universal.

Sweet Spot: Electronic/Latin/Hip-Hop-Artists, die Wert auf echten A&R-Support und Analytics-Integration legen. Wenn du Genre-spezifische Promotion und Industry-Connections brauchst, ist Symphonic konkurrenzlos.


Indify: Der Alternative

Preismodell: Investment/Partizipations-Modell

Kosten 2026:Variabel (kein Standard-Pricing; Partnerschaft)

Was du bekommen:

  • Kein klassischer Distributor — eher ein Label-Alternative/Investor-Modell für deine eigene Musik.

  • Indify verhandelt Deals mit DSPs direkt, nicht als Aggregator.

  • Für die richtige Artist-Strategie Deals, die größere Revenue-Shares ermöglichen.

Die versteckten Kosten:

  • Equity/Partizipation: Indify nimmt meist einen Equity-Stake, nicht nur %-Gebühren.

  • Komplexere Verträge: Das ist keine 5-Minuten-Anmeldung.

Sweet Spot: Nur relevant, wenn du ein strategischer Partner für Indify sein kannst und längerfristige Deals (3–5 Jahre) akzeptierst. Für die meisten Solo-Artists zu kompliziert.


Amuse: Der Mobile-First

Preismodell: Free-Tier + Paid-Tier

Kosten 2026:Kostenlos (Free-Tier) oder ca. $24,99/Jahr (Paid-Tier mit schnellerer Auszahlung)

Was du bekommen:

  • Uploads zu 150+ DSPs (auch Free-Tier)

  • 100% Revenue-Share (auch Free-Tier)

  • Mobile App für Quick-Uploads

  • Paid-Tier: Weekly Payouts statt Monthly

Die versteckten Kosten:

  • Free-Tier verzögert Auszahlung: Royalties kommen verzögert, nicht wöchentlich.

  • Keine Publishing-Admin: Du musst dich selbst bei der GEMA anmelden.

Sweet Spot: Solo-Artists und Bedroom-Producer, die low-cost starten wollen und Wert auf Geschwindigkeit (wöchentliche Payouts in Paid-Tier) legen.


Vergleichstabelle: Preise, Splits, Content-ID, Auszahlzeit

Distributor

Preismodell

Kosten (2026 Richtwert)

Revenue-Share

Content-ID

Publishing-Admin

Auszahlzeit

Sweet Spot

DistroKid

Flat-Rate/Jahr

$23–36/Jahr

0% (100% Revenue)

Extra (unklar)

Nein

Monthly

High-Volume Artists

Tunecore

Per Release

$9,99–$49,99/Release

0% (100% Revenue)

Ja, enthalten

Ja, enthalten

Monthly

Low-Volume + Publishing

CD Baby

Gebühr + Revenue-Share

$9,95–$29 + 9%

9%

Ja, enthalten

Ja, stark

Monthly

Publisher-Focus

Symphonic

Revenue-Share

15%

15%

Ja, enthalten

Ja, mit Support

Monthly

Genre-Spezialist

Indify

Equity/Partizipation

Variabel

Variabel

Ja

Ja

Negotiable

Strategic Partner

Amuse

Free / Paid-Tier

Kostenlos / $24,99

0% (100% Revenue)

Ja

Nein

Monthly (Free) / Weekly (Paid)

Hobby/Mobile-First


Versteckte Kosten: Publishing-Admin, Royalty-Holds, YouTube-Splits

Jetzt wird's unangenehm. Die Distributoren nennen ihre sichtbaren Kosten, aber die versteckten Kosten im Digitalvertrieb sind oft größer:

1. Publishing-Administration (Kompositions-Tantiemen)

Hier wird es verwirrend, weil zwei verschiedene Tantiemen-Typen existieren:

  • Sound Recording Royalties: Das verdienst du auf Spotify, wenn dein Song gestreamt wird. Das zahlt jeder Distributor aus.

  • Kompositions-Tantiemen (Publishing): Das verdienst du, wenn dein Song komponiert (geschrieben) hast. Die zahlst die GEMA/Verwertungsgesellschaften. Die meisten Distributoren kümmern sich nicht darum.

Die Kosten-Falle: Wenn dein Distributor nicht automatisch deine Werke bei der GEMA anmeldet, musst du das selbst tun (siehe unser Artikel: /gema-anmelden-musiker/). Und wenn du das Fenster verpasst, verdienst du Publishing-Tantiemen nicht — die sind dann weg.

Distributoren mit eingebauter Publishing-Admin:

  • CD Baby: Registriert automatisch bei GEMA/Verwertungsgesellschaften.

  • Tunecore: Ähnlich automatisiert.

  • DistroKid, Amuse: Nein — du musst selbst zur GEMA gehen.

Wichtig: Wenn du nicht selbst bei der GEMA angemeldet bist, verlierst du Publishing-Tantiemen. Das ist kein Feature-Vergleich mehr — das ist Geld, das dir entgeht. CD Baby und Tunecore kümmern sich drum, andere nicht.

2. Royalty-Hold / Zahlungsverzögerung

Manche Distributoren halten deine Royalties 30–90 Tage ein. Das ist nicht immer transparent auf der Website genannt.

Beispiel (realistisch):

  • Januar: Dein Song wird 10.000x gestreamt. Verdienst: ca. $50.

  • Distributor-Standard: Auszahlung im März oder April (60–90 Tage später).

  • Amuse Paid-Tier: Auszahlung wöchentlich (7–14 Tage später).

Für Hobby-Artists egal. Für Artists mit monatlichem Revenue-Tracker ist das ein Cashflow-Unterschied.

3. YouTube Content-ID und Split-Handling

YouTube zahlt anders als Spotify. YouTube hat Content-ID: Wenn dein Song in einem Video verwendet wird, verdienst du direkt durch YouTube's System, nicht über Spotify. Das ist ein Kern-Feature des online-Musikvertriebs im digitalen Zeitalter.

Die Content-ID-Falle:

  • DistroKid: Bietet Content-ID für YouTube-Monetarisierung an, aber Gebühren/Splits sind nicht klar. Manche berichten von Kosten.

  • CD Baby, Tunecore: Content-ID enthalten, ohne extra Kosten.

  • Symphonic: Content-ID enthalten.

Wenn dein Song viral auf TikTok geht und in 10.000 User-Videos auftaucht, ist Content-ID wertvoll. Dann verlierst du nicht den gesamten Revenue an TikTok-Creator.


Entscheidungs-Flow: Welcher Distributor passt zu welchem Release-Typ

Hier ist die pragmatische Entscheidungs-Logik:

Schritt 1: Release-Frequenz — wie oft gibst du neuen Content raus?

Unter 5 Releases/Jahr (Solo-Künstler, klassische Bands):

  • Tunecore oder CD Baby

  • Begründung: Flat-Rate Modelle (DistroKid) sind ab &lt;5 Releases egal, aber Tunecore/CD Baby bieten Publishing-Admin eingebaut. Das lohnt sich bei niedrigeren Release-Zahlen.

5–20 Releases/Jahr (Produktive Bands, Remix-Artist):

  • DistroKid

  • Begründung: Flat-Rate macht Sinn. Bei 10–15 Releases kostet DistroKid ~$24/Jahr, während Tunecore ~$100–150 kostet.

20+ Releases/Jahr (Prolific Producer, Label-Operation):

  • DistroKid oder Symphonic (wenn Genre passt)

  • Begründung: Nur Flat-Rate oder Spezial-Services rentabel. DistroKid bleibt ultra-cheap. Symphonic nur für Genre-Fokus.

Schritt 2: Publishing-Anforderungen — ist dir die Kompositions-Verwaltung wichtig?

Ja (Composer, Songwriter, ernsthafte Publishing-Strategie):

  • CD Baby oder Tunecore

  • Begründung: Beide haben eingebaute Publishing-Administration. 9% extra bei CD Baby ist das Geld wert, wenn es deine Publishing-Registrierung spart.

Nein (ich kümmere mich selbst um GEMA, oder interessiert mich nicht):

  • DistroKid oder Amuse

  • Begründung: Kostet weniger, wenn du Publishing-Features nicht brauchst.

Schritt 3: Genre & Community — brauchst du spezialisierte Support?

Electronic, Latin, Hip-Hop (und du willst Industry-Connections):

  • Symphonic Distribution

  • Begründung: 15% ist teuer, aber der A&R-Support und Analytics-Integration (Chartmetric) sind einmalig.

Indie Rock, Alternative, Niche-Genre (und du brauchst einfach nur Upload):

  • DistroKid

  • Begründung: Keine spezialisierte Community nötig; Geschwindigkeit und Splits sind besser.

Schnell-Entscheidungs-Baum

Entscheidungsbaum nach Release-Frequenz

  • Weniger als 5 Releases pro Jahr<ul><li>Publishing wichtig? → CD Baby oder Tunecore

  • Publishing egal? → DistroKid oder Amuse

</li><li>5–20 Releases pro Jahr

  • DistroKid (Flat-Rate, beste ROI)

</li><li>20+ Releases pro Jahr

  • Genre Electronic/Latin/Hip-Hop? → Symphonic

  • Sonstiges? → DistroKid

</li></ul>


Wechseln statt bleiben: Wann sich ein Provider-Switch lohnt

Angenommen, du bist bei DistroKid, aber merkst nach 6 Monaten: Ich brauche Publishing-Admin, oder: Ich zahlte zu viel.

Das ist das große Problem: Wenn du den Distributor wechselst, musst du alle deine bereits hochgeladenen Releases zu der neuen Plattform migrieren. Das ist nicht automatisch.

Migration-Szenario

  1. Schritt 1: Neuen Distributor wählen, Account erstellen.

  2. Schritt 2: Alle bereits veröffentlichten Releases vom alten Distributor runternehmen (meist über API oder manuell).

  3. Schritt 3: Beim neuen Distributor neu hochladen.

  4. Schritt 4: Auf neuer Plattform müssen alle DSPs aktualisiert werden — das kann 1–2 Wochen dauern.

  5. Schritt 5: Während der Migration: Kein Upload zu Spotify/Apple möglich. Bestehende Streams gehen in die Welt, aber neue Uploads sind blockiert.

Kosten eines Wechsels (versteckt):

  • ~1–2 Wochen Downtime bei Release-Timing.

  • Re-Upload bei neuem Distributor (kumulativ).

  • Playlist-Links/Pre-Save-Links müssen erneuert werden.

Wann ein Switch sinnvoll ist:

  • Du zahlst +$500/Jahr mehr als nötig: Z.B. Tunecore mit 30 Releases, sollte zu DistroKid wechseln.

  • Publishing-Admin ist kritisch: Du brauchst Publishing-Admin, hast aber DistroKid. Wechsel zu CD Baby.

  • Du brauchst Genre-Support: Du machst Electronic, bist bei DistroKid, Symphonic hätte bessere Contacts.

Wann ein Switch nicht sinnvoll ist:

  • Unter 3 Releases hochgeladen: Noch keine nennenswerte Migration nötig.

  • Zufrieden mit aktueller Situation: Switchen für 3% Kostenersparnis lohnt nicht die Aufwändig.


Quick-Answer-Box: Welcher Distributor passt zu dir?

Unter 5 Releases/Jahr: CD Baby oder Tunecore, wenn Publishing wichtig ist; sonst DistroKid oder Amuse.

5–20 Releases/Jahr: DistroKid. Flat-Rate macht Sinn, Splits sind praktisch.

20+ Releases/Jahr oder Genre-Spezialist: DistroKid weiterhin, oder Symphonic wenn Electronic/Latin/Hip-Hop und du willst A&R-Support.


Fazit: So richtest du dich bei connactz ein

Du hast jetzt die Distributor-Landschaft verstanden. Aber das Wissen hilft nur, wenn du es strukturiert umsetzt — und das ist der Punkt, wo die meisten Artists scheitern:

  • Welcher Distributor passt zu meiner Release-Frequenz? (Sieh oben: Entscheidungs-Flow)

  • Wann muss ich uploaden, damit der Song pünktlich live ist? (Abhängig von Distributor: 1–5 Tage)

  • Wie tracke ich meine Royalties und Auszahlungen? (Jeder hat ein Dashboard, aber die sind unterschiedlich transparent.)

  • Wer in meiner Band hat Upload-Zugriff? (Müssen Splits richtig konfiguriert sein — nur DistroKid macht das automatisch.)

Das ist genau die operative Schicht, wo connactz ansetzt:Release-Kalender (wann muss welcher Song raus?), Splits & Payout-Tracking (wer kriegt wieviel?), und Integrations-Verwaltung (zu welchem Distributor laden wir hoch?).

Mach eine Kostenliste: Schreib auf, wie viele Releases pro Jahr du machst. Schreib auf, ob dir Publishing wichtig ist. Dann nutze die Entscheidungs-Tabelle oben. Der beste Distributor für dich ist nicht der teuerste oder der schnellste — es ist derjenige, der zu deinem Workflow passt.

Und wenn du nicht manuell verwalten willst:

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Artikel zuletzt aktualisiert: April 2026. Die Preise und Features ändern sich schnell. Falls du einen Fehler findest, kontakt uns gerne.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es auch andere Distributoren wie LANDR oder iMusician?
Ja. LANDR ist primär ein Mastering-Tool mit angebundenem Distributor-Service (gut für Production-Workflow). iMusician ist ein kleinerer Online-Musikvertrieb mit ähnlichen Preismodellen wie Tunecore. Beide funktionieren, sind aber weniger bekannt. Für die meisten Anfänger: DistroKid, Tunecore oder CD Baby reichen vollständig aus.
Kann ich bei mehreren Distributoren gleichzeitig uploaden?
Nein. Wenn du denselben Song zu zwei Distributoren hochlädst, interpretieren die DSPs (Spotify, Apple, Deezer) das als Duplikat. Der Algorithmus wird verwirrt, Streams zersplittern sich, und eine oder beide Versionen können entfernt werden. Einer pro Song ist die Regel.
Wie lange dauert es, bis mein Song nach dem Upload live ist?
Das hängt vom Distributor ab: DistroKid: 1–2 Stunden. Tunecore, CD Baby, Amuse: 24–48 Stunden. Symphonic: 3–5 Tage (wegen A&R-Review). Das ist ein echtes Feature-Unterschied, wenn du schnell deine Musik online veröffentlichen willst.
Ich habe eine Band mit 5 Mitgliedern. Können wir die Royalties automatisch splitten?
DistroKid: Ja, mit Splits-Feature (umsonst). Du deklarierst die Mitglieder, und DistroKid zahlt sie direkt aus. Tunecore/CD Baby: Nein, du musst manuell ausgleichen. Das ist ein großer Vorteil von DistroKid für Bands.
Was ist besser — 9% Revenue-Share bei CD Baby oder 0% bei DistroKid?
Es kommt drauf an. Wenn CD Baby deine Publishing-Admin spart (Zeit + mögliche GEMA-Gebühren), lohnt sich 9%. Wenn du alles selbst machst, ist 0% besser. Rechne: $500/Monat Streaming × 9% × 12 = $540 extra pro Jahr bei CD Baby. Ist dir Publishing-Admin das Geld für deine eigene Musik wert?
Wie unterscheiden sich Flat-Rate-Modelle wie DistroKid von Revenue-Share-Modellen?
Flat-Rate (DistroKid ~$24/Jahr) ist einfach kalkulierbar — egal ob 1 oder 50 unbegrenzte Veröffentlichungen. Aber du zahlst auch wenn du wenig verdienst. Revenue-Share (CD Baby 9%) ist gut wenn du viel Streaming-Revenue hast, aber teuer wenn du wenig verdienst. Für hochproduktive Artists: Flat-Rate gewinnt. Für Publishing-fokussierte mit wenigen Releases: Revenue-Share oft besser.
Kann ich mein Release von einem Distributor zu einem anderen verschieben, ohne Streams zu verlieren?
Technisch schwierig. Die Streams sind an dein ISRC-Code gebunden (internationaler Song-Code). Wenn dein neuer Distributor dieselbe ISRC nutzt, sollten die Streams zusammengezählt werden. Aber es kann 2–4 Wochen dauern, und nicht alle DSPs machen das automatisch. Besser: Vor dem Upload gut aussuchen.
Brauche ich ein Rechteck-Logo (1:1) oder kann ich mein normales CD-Cover verwenden?
Dein Artwork muss mindestens 3000×3000 Pixel sein. Format: JPEG oder PNG. Die meisten Distributoren akzeptieren 1:1 (Quadrat) oder 16:9. Rechteck (z.B. klassisches Album-Cover) funktioniert auch. Aber standardisiert auf 3000×3000 Quadrat, um sicherzugehen.
Zahlt jeder Distributor Publishing-Tantiemen automatisch?
Nein. Sound-Recording-Royalties (Streaming) zahlt jeder. Aber Kompositions-Tantiemen (Publishing) nur, wenn du selbst bei der GEMA angemeldet bist oder dein Distributor das tut. CD Baby und Tunecore haben Automatic-Publishing-Registration. DistroKid und Amuse nicht — du musst selbst zur GEMA.
Welcher Distributor ist am günstigsten?
Amuse Free-Tier (kostenlos) ist am günstigsten. Aber: Auszahlungen sind verzögert. Wenn du zahlst: DistroKid (~$24/Jahr) ist günstiger als Tunecore (pro Release). CD Baby mit 9% ist nur besser, wenn Publishing-Admin wichtig ist.
Was ist der Unterschied zwischen DistroKid und Tunecore?
DistroKid: Flat-Rate (~$24/Jahr), keine Publishing-Admin, schneller Upload, Splits-Feature. Tunecore: Pro Release ($9,99–$49,99), mit Publishing-Admin, monatliche Auszahlung, detaillierteres Reporting. Für 10+ Releases/Jahr: DistroKid billiger. Für <5: Tunecore besser (Publishing).
Bekomme ich von allen Distributoren die gleichen Royalties?
Ja und nein. Die Streaming-Royalties (Spotify, Apple, Deezer) sind gleich, weil die DSPs direkt zahlen. Aber die Auszahlungszeit ist unterschiedlich (30–90 Tage). Und YouTube-Content-ID wird unterschiedlich gehandhabt — manche Distributoren halten einen %. Das kann über ein Jahr $100–500 Unterschied machen.

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